Verschiedene Biersorten im Überblick

Verschiedene Biersorten im Überblick

Bier ist des Deutschen liebstes alkoholisches Getränk. Angesichts der großen Nachfrage gibt es in Deutschland eine vielfältige Brauereilandschaft mit zahlreichen verschiedenen Biersorten. Darunter sind einige bekannte Biere, die landesweit zu kaufen sind. Aber es gibt auch viele Sorten, die nur regional verankert sind.

Regionale Trinkkulturen

Eine Reise durch Deutschland ist deshalb auch immer eine Entdeckungsreise in Sachen Bier. Wie in anderen Bereichen der Kultur haben sich auch in der Trinkkultur regionale Traditionen herausgebildet. In Bayern ist beispielsweise Weißbier weit verbreitet. Das wesentliche Merkmal dieses Bieres ist, dass beim Gärungsprozess Weizenmalz statt Gerstenmalz verwandt. Getrunken wird es aus unten schmalen und oben weiten Weizenbiergläsern, die in der Regel einen halben Liter fassen. Im Gegensatz dazu wird das Kölsch in Köln aus kleinen Gläsern mit einem Fassungsvermögen von einem fünftel Liter verköstigt. Damit der Gast angesichts des kleinen Glases nicht ständig bestellen muss, sorgen Bedienungen meistens automatisch für Nachschub: Bis man deutlich macht, dass man nichts mehr trinken möchte. Insbesondere Exportbiere, welche zum Beispiel im Ruhrpott populär sind, werden häufig auch direkt aus der Flasche getrunken. Pils dagegen wird in dünnwandigen Gläsern ausgeschenkt.

Obergärige und untergärige Biere

Die Biersorten unterscheiden sich natürlich nicht nur in der Darreichungsform. Auch nach Art des Brauens können sie in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. So wird zwischen obergärigen und untergärigen Sorten unterschieden. Obergäriges Bier bedarf einer höheren Temperatur beim Herstellungsprozess, zudem ist die Gärzeit kürzer als beim untergärigen Bier. Zu den obergärigen Bieren zählen unter anderem die schon erwähnten Weizenbiere und Kölsch sowie Altbier. Untergärige Sorten sind zum Beispiel Export, Pils und Schwarzbier. Untergäriges Bier zeichnet sich durch eine längere Haltbarkeit aus. Vor allem früher ohne entsprechende Lagertechnologie war das ein gewichtiger Unterschied. Der Name Export rührt im Übrigen daher, dass dieses lang haltende Bier zum Exportieren geeignet war. Eine dritte und wenig bekannte Variante ist das spontangärige Bier, bei dem auf die Zusetzung von Hefe verzichtet wird. Ebenfalls wenig verbreitet ist Rauchbier, das mit geräuchertem Malz hergestellt wird.

Stammwürze und Alkoholgehalt

Biere haben unterschiedliche Anteile an Stammwürze. Diese errechnen sich aus der Menge des zugegebenen Extrakts, welches beim Brauen vergärt und damit den Alkohol produziert. In der Regel werden in Deutschland Vollbiere getrunken. Diese haben ein Stammwürzgehalt von 11 bis 15,9 % und damit einen Alkoholanteil von 3,7 bis 5,3 %. Schankbiere wie das Berliner Weiße haben dagegen nur 7 bis 11,9 % Stammwürze und entsprechend weniger Alkohol. Von Starkbieren spricht man ab einer Prozentzahl von 16. Diese Biere sind auch als Bockbiere bekannt.

Für jeden Geschmack gibt es eine Biersorte

Jedes Bier schmeckt anders. Das macht das Ausprobieren verschiedener Sorten so interessant. Es gibt mehrere grundsätzliche Geschmacksrichtungen: Bier kann beispielsweise, wie insbesondere norddeutsches Bier, herb sein. Das Gegenteil davon ist mildes Bier. In der Regel sind Pilssorten herb, während Exportbiere eher mild sind. Dafür ist Export wesentlich vollmundiger, das heißt, es schmeckt intensiver als andere Sorten nach Bier. Weizenbiere, vor allem Kristallweizen, sind dagegen sehr spritzig und bieten sich deswegen gerade bei heißen Temperaturen als willkommene Erfrischung an. Mittlerweile gibt es zahlreiche, vor allem bei Frauen beliebte Biervariationen wie beispielsweise Bananen- oder Grapefruitweizen.

Image: Okea – Fotolia

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